WILLIAM 1.0 – UNSER VW CAMPERVAN MARKE EIGENBAU

Ja, das ist er, unser William. Endlich kommen wir mal dazu, über unseren geliebten Camper zu berichten. Es sei gesagt, dass wir hier über „William 1.0“ schreiben, also der „ersten Version“ von unserem VW T5 Transporter, der in seinem zweiten Leben ein Camper wurde. Denn aktuell arbeiten wir hart daran, ihm das Upgrade „William 2.0“ zu verpassen – dazu aber demnächst mehr. Wenn du gar nicht warten möchtest, dann schau doch auf INSTAGRAM vorbei, hier halten wir dich immer brandaktuell auf dem Laufenden.

Geräusch- und Wärmedämmung mit Alubutyl und Armaflex

   

Nun aber zu unserem nun „alten“ DIY-Campingeinbau. Als wir William im Januar 2017 vom Autohaus abholten, war er ein klassischer VW T5 Transporter mit langem Radstand und Fensterscheibe in der Hecktüre. Erst einmal musste alles raus. Also entfernten wir kurzerhand die LKW-Trennwand, sowie alle Verkleidungsteile an den Seitenwänden und der Decke. Anschließend wurde ordentlich herausgekehrt. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt mit dem Dicken unterwegs waren, verstand man im Cockpit teilweise sein eigenes Wort nicht mehr. Schnell entschieden wir, dem Dröhnen mit Alubutyl den Kampf anzusagen. Diese Platten klebt man direkt auf das Fahrzeugblech. Sie verhindern, dass bei der Fahrt Schwingungen entstehen, dadurch wird die Geräuschkulisse beim Fahren wesentlich angenehmer. Auch wenn es ein Schritt Arbeit mehr war, hat es sich definitiv gelohnt und wir würden jedem empfehlen, sich die Zeit für’s Alubutyl-Kleben zu nehmen.

Für die Wärmedämmung haben wir uns, wie viele andere Selfmade-Camper auch, für Armaflex entschieden (Stärke 19mm). Das Material ist selbstklebend, super flexibel und lässt sich super einfach schneiden und verkleben.

„Komm wir schneiden ein Loch in den Bus.“

      

Tja, und weil uns die Heckscheibe nicht genug war und wir gerne auch ein Fenster wollten, das sich auch öffnen lässt, haben wir ein Loch in William’s (in Fahrtrichtung) linke Seite geschnitten. Natürlich blieb es nicht bei einem Loch, wir haben selbstverständlich ein praktisches Ausstellfenster eingesetzt (Seitz S4, 900 x 450). Wow, das war ein Tag… Da ist uns schon ganz schön die Düse gegangen, ehrlich gesagt. Auf YouTube könnt ihr euch dazu ein VIDEO ansehen. Zum Glück hat das gut geklappt und wir sind super happy damit.

„Baut ihr euch eine fahrende Sauna?“

   

Nein. Oh man, wir oft wir diese Frage gehört haben… Wir waren sogar kurz davor, unseren William doch mit Teppich zu verkleiden. Zum Glück haben wir uns doch für Holz entschieden – einfach herrlich! Leute, lasst euch nicht verunsichern! Der Einbau war auch gar nicht schwer. Da William ein VW Transporter ist, hat er überall im Innenraum kleine Löcher, die bei anderen Modellen, also Multivan und Co., für die Verkleidungen vorgesehen sind. In diese Löcher haben wir Einnietmuttern gepresst und an diese schließlich Holzlatten geschraubt. Somit entstand eine Unterkonstruktion, an die dann schließlich ganz klassische Nut- und Feder-Bretter aus dem Baumarkt montiert wurden. Ein kurzes Video dazu siehst du HIER. Schließlich haben wir die Latten noch mit einem speziellen Wohnraumwachs eingelassen und schwupps war es gemütlich.

Eine Küche vom Schreiner – was hatten wir Glück!

Unser Küchenglück können wir eigentlich immer noch nicht so ganz fassen. Eigentlich wollten wir uns aus ein paar alten Möbeln etwas zusammenschustern, doch dann lief uns das Schicksal über den Weg. Eigentlich wollten wir bei VanEssa Mobilcamping nur unsere Zweitbatterie und eine Bodenplatte auf Maß einbauen lassen. Dann stellte sich heraus, dass dort noch ein wahrer Schatz in einer Garage schlummerte: Ein Meisterstück, unsere Küche. Wir konnten nicht anders und schlugen zu. Nun ziert dieses praktische Möbelstück mit integrierter Koch- und Spülmöglichkeit die Rückseite unserer Sitzreihe.

Zum Kühlen von Lebensmitteln und feinem bayerischen Bier haben wir zwei geniale Dometic Kompressor Kühlboxen an Board (31 und 21 Liter), die wir nicht mehr missen möchten!

Wenn wir schon beim Strom sind…

Wir bereits erwähnt, haben wir bei VanEssa eine zweite Batterie unter den Fahrersitz einbauen lassen. Diese hat eine Kapazität von 120Ah und lässt sich über einen klassischen Wohnmobilstecker für den Campingplatz und einem C-tec Ladegerät, oder während der Fahrt aufladen. Im Innenraum versorgen wir so zum Beispiel unsere Kühlbox und unsere LED-Deckenleuchten.

Die „schnelle“ Bettlösung

   

Kurz vor Ostern 2017 musste dann alles ganz schnell gehen, denn der erste Trip an den Gardasee stand vor der Tür. Also entschieden wir uns für eine einfache Bettkonstruktion aus Holzbalken, Winkeln, Holzplatten und einer Schaumstoffmatratze. Mit 1,90 m Länge und 1,40 m breite eine richtige Wohlfühloase zum Ausstrecken und gemütlich Chillen. Auf Cathy’s Seite (an der Schiebetüre) haben wir das Bett etwas angeschnitten, daher die fehlende Ecke, die etwas mehr Platz zum Ein- und Aussteigen bringt.

Unter dem Bett ergab sich unheimlich viel Stauraum für Kisten, in denen wir unsere Klamotten und anderes Equipment verstauen konnten.

Zum Schlafen muss es dunkel sein!

Unser Tipp für alle, die auf der Suche nach einer schicken Verdunkelung für ihre Scheiben sind: Schaut doch mal bei Projekt Camper vorbei! Hier gibt es hübsche Thermomatten, passend für verschiedenste Fahrzeuge zu kaufen, die einfach durch Magneten an die Karosserie „geklickt“ werden. Total praktisch.

Das klingt doch alles mega gut, warum bauen wir eine Version „William 2.0“?

Nun ja, letztes Jahr wollten wir einfach los. Raus. Daher musste alles relativ schnell gehen. Klar waren unsere Schritte durchdacht, manchmal aber auch ein wenig übereilt. Bei unseren Fahrten im letzten Jahr konnten wir viel ausprobieren und haben gesehen was man wirklich benötigt und nutzt und was vielleicht nicht. Außerdem braucht man ja auch immer etwas zu tun… 😛

Was wir konkret vorhaben? Im Groben sind es folgende Schritte:

  • Standheizung einbauen (es geht in den Norden…)
  • Laminat verlegen
  • Bettkonstruktion optimieren (kein festes Bett mehr)
  • Einen Tisch bauen (für innen)
  • Schränke und Fächer bauen (damit wir nicht mehr aus Kisten leben müssen)
  • Elektrokram (haha, hierzu bald mehr…)
  • Sonnensegel
  • Abwasser-Kanister installieren

Bestimmt haben wir etwas vergessen, macht aber nichts, denn wir werden selbstverständlich ausführlich darüber berichten, was in unserem Dicken alles passiert.

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WILLIAM 1.0 – UNSER VW CAMPERVAN MARKE EIGENBAU
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